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Tschechien: Es ist offiziell - die Arbeitskräfte werden die Arbeitgeber weniger kosten

08.07.2009

Diese Novelle beinhaltet Nachlässe bei den Versicherungsbeiträgen, die die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer abführen müssen. Das Ziel dieser Novelle ist es, die Arbeitsplätze in den Unternehmen zu erhalten und zu unterstützen.
Die am meisten gefährdeten Arbeitnehmer, sind Arbeitskräfte mit einem geringeren Gehalt. Genau diese Gruppe von Angestellten wird im Falle einer Senkung von Aufträgen zu erst entlassen. Die Novelle ist so konzipiert, dass sie die Arbeitskräfte mit niedrigem und mittlerem Einkommen begünstigt.
Die Arbeitgeber bekommen einen Nachlass nur für Arbeitskräfte, die ein geringeres Einkommen haben. Es wurde hierfür ein Limit festgesetzt. Die Berechnung des Nachlasses ist als 1,15 Vielfache des durchschnittlichen Einkommens festgelegt, das im Jahr 2009 nachgewiesen wurde. Das sind zurzeit 23 555 tschechische Kronen. Bei der Multiplikation des Koeffizienten und des durchschnittlichen Einkommens kommt eine Summe von 27 100 Kronen heraus. Von dieser Summe ist es abhängig. Es gilt die Bedingung, dass Arbeitgeber einen Anspruch auf einen Nachlass haben, wenn der Bruttolohn dieser Summe entspricht. Das Limit von 27 100 Kronen darf nicht überschritten werden.
Bei Arbeitskräften, die einen Bruttolohn von 30 000 Kronen haben, können die Nachlässe nicht angewendet werden. Hier ist ein Rechnungsbeispiel, wie das Lohnbüro die Nachlässe errechnen würde mit einem Bruttolohn von 15 000 Kronen:
27 100 – 15 000 = 12 100 x 3,3 = 400 Kronen
Die Zahl 3,3 % ist für die absolute Höhe des Nachlasses bestimmt. Es gilt auch folgende Bedingung: der einzelne Nachlass darf ein Viertel der Bemessungsgrundlage nicht überschreiten.
Bei einer Bemessungsgrundlage von 50 000 oder 30 000 Kronen kann kein Nachlass angewendet werden. Aber bei einer Bemessungsgrundlage von 20 000 beträgt der Nachlass 235 Kronen, bei 15 000 Kronen ist der Nachlass 400 Kronen, bei einem Gehalt von 10 000 beträgt der Nachlass 565 Kronen und bei einem Einkommen von 8 000 Kronen beträgt der Nachlass 631 Kronen.
Nach diesen Angaben kann man feststellen, je kleiner der Gehalt desto größer der Nachlass. Hiermit sind die Bestrebungen des Gesetzgebers erreicht die Arbeitskräfte mit einem niedrigen und mittleren Einkommen vor einer Entlassung zu bewahren.
Über den Nachlass an der Sozialversicherung können sich auch Gewerbetreibende freuen. Sie müssen aber selber Angestellte haben. Falls das nicht der Fall ist, haben die Gewerbetreibenden Pech. Wenn sie Angestellte haben, gelten dieselben Bedingungen wie oben aufgeführt.
Hier werden noch weitere Bedingungen aufgeführt, die erfüllt sein müssen, wenn der Nachlass angewendet wird:
- Den Nachlass dürfen Arbeitgeber nicht anwenden, die sich in Liquidierung oder im Konkurs befinden.
- Der Nachlass betrifft alle Angestellten, die sich an der Krankenversicherung beteiligen und sich im Arbeitsverhältnis befinden oder ein Abkommen über die Arbeitstätigkeit haben.
- Der Nachlass steht nicht zu, wenn das Arbeitsverhältnis kürzer als einen Monat ist.
- Der Nachlass steht nicht zu, wenn sich der Arbeitnehmer in der Kündigungsfrist befindet oder das Arbeitsverhältnis mit einer Vereinbarung beendet wurde.
Der Arbeitgeber wird jeden Monat den Nachlass von der Bemessungsgrundlage ausrechnen. Dieses wird auf einem Formblatt vorgewiesen.
Diese Novelle soll bis Ende des Jahres 2010 gültig sein. Es besteht die Möglichkeit den Nachlass auch für die bereits vergangenen Monate im Jahr 2009 zu verrechnen.
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