Star Light Consulting
SLC
SLC> Firmengründung Asien> Firmengründung Hongkong> Arbeitserlaubnis Hongkong
Barrierefreie Version ladenAlle Links unterstreichenDruckansichtEmpfehlung versenden

Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis in Hongkong

Häufig werden die Geschäfte eines ausländischen Unternehmens in Hongkong von einem Angestellten aus Übersee geleitet. Alle Angestellten aus Übersee benötigen eine Aufenthalts-genehmigung und Arbeitserlaubnis in Hongkong. Neben dem Anstellungsvertrag muss von einer natürlichen oder juristischen Person, die in Hongkong ansäßig bzw. registriert ist, eine Garantieerklärung (sponsorship) gegenüber den Einwanderungsbehörden abgegeben werden. Die Genehmigung der Aufenthaltsgenehmigung und der Arbeitserlaubnis verlaufen reibungsloser, wenn es sich beim sponsor um ein bedeutendes Unternehmen mit solidem finanziellen Hintergrund handelt. Die Bürgschaft einer gerade gegründeten Tochtergesellschaft in Hongkong reicht zumeist nicht, zumal keine Bilanzen für die letzten drei Jahre vorgelegt werden können. In diesem Fall müssen die Bilanzen der ausländischen Gesellschaft in englischer Übersetzung beigebracht werden. Gleiches gilt für eine Niederlassung und eine Repräsentanz.

Hinweis: Sprachkenntnisse alleine reichen in der Regel nicht aus, um den Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis in Hongkong zu rechtfertigen. Zusätzliche Argumente wie spezifische arbeitsrelevante Erfahrung, Kenntnis des Unternehmens oder die voraussichtliche Schaffung neuer Arbeitsplätze könnten sich für die positive Erledigung des Antrags als nützlich erweisen.

Der Antrag auf Erhalt einer Arbeitserlaubnis ist bei der zuständigen Vertretungsbehörde in Österreich bzw. Deutschland (Botschaft der Volksrepublik China) einzureichen. Die Bearbeitungszeit dauert im Regelfall 10 - 15 Wochen vorausgesetzt, dass die Hongkonger Gesell-schaft/Niederlassung/Repräsentanz gegründet und registriert ist und ein Anstellungsvertrag existiert. Die chinesische Botschaft leitet die Antragsunterlagen an die Einwanderungsbehörde in Hongkong (Immigration Department) weiter, welche ihrerseits den in Hongkong ansässigen Bürgen (sponsor) auffordert, folgende Unterlagen einzureichen:

  1. Gründungzertifikat (certificate of incorporation) der Hongkonger Tochtergesellschaft oder Eintragungszertifikat (certificate of registration) der Hongkonger Niederlassung;
  2. Gewerberegistrierung (business registration certificate) der Hongkonger Tochtergesellschaft/Niederlassung/Repräsentanz;
  3. Investment-Zertifikate (share certificates);
  4. Gründungsurkunde und Satzung (memorandum and articles of association) der Hongkonger Gesellschaft;
  5. Liste der Angestellten (staff list) der Hongkonger Tochtergesellschaft (soweit vorhanden);
  6. Beglaubigter Firmenbuchauszug der Muttergesellschaft in Übersee;
  7. Satzung der Muttergesellschaft in Übersee;
  8. Bilanzen der Muttergesellschaft und der Hongkonger Tochtergesellschaft für die letzten drei Jahre;
  9. Bilanzen der Hongkonger Tochtergesellschaft für die letzten drei Jahre (soweit vorhanden)
  10. Organisationstabelle bzw. Broschüren, mit denen die Aktivitäten der Muttergesellschaft belegt werden können;
  11. Beschreibung der Aufgaben, die der Antragsteller in Hongkong wahrnehmen soll (job description);
  12. Brief welcher beschreibt, warum der Aufenthalt des Antragstellers in Hongkong essentiell ist;
  13. Kopie des Dienstvertrages für den Hongkong-Angestellten oder in vereinfachter Form ein Bestätigungsschreiben, aus dem sich die wesentlichen Punkte, wie Gehalt, Urlaub und Vertragsdauer ergeben (Dienstzettel);
  14. Zeugnisse und Ausbildungsnachweise, welche die beruflichen Qualifikationen des Antragstellers belegen;
  15. Lebenslauf des Antragstellers;
  16. Übersetzte Heiratsurkunden (falls der Antragsteller mit Ehepartner einreisen möchte);
  17. Übersetzte Geburtsurkunden (falls der Antragsteller mit Kindern einreisen möchte);
  18. Kopie der Ausweispapiere (gesamter Reisepass) des Antragstellers und seiner Familienmitglieder, die mit ihm einreisen sollen;
  19. Sonstige Dokumente, welche von der Einwanderungsbehörde verlangt werden.

Sämtliche Unterlagen sind in englischer oder chinesicher Sprache bzw. in beglaubigten Übersetzungen vorzulegen.
In der Praxis ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts in Erwägung zu ziehen, welcher in Hongkong bereits vor der Einreise die Antragstellung beim Immigration Department durchführt. Dadurch kann der bürokratischere Behördenweg über die Chinesische Botschaft vermieden werden. Dabei sollte möglichst vorab ein Pauschalsatz vereinbart werden.


Grundsätzlich ist es möglich, dass ein Antragsteller zunächst als Besucher nach Hongkong einreist. Falls sich während dieses Aufenthaltes herausstellt, dass er in Hongkong die Berufstätigkeit sofort aufnehmen muss, so kann bei den Einwanderungsbehörden in Hongkong direkt versucht werden, die Aufenthaltserlaubnis und Arbeitsgenehmigung zu beantragen (change of status application). Diese Vorgangsweise ist jedoch riskant, da es im Ermessen der Behörde liegt, einen solchen Antrag ohne Angabe von Gründen abzulehnen und den Besucher zur Heimreise aufzufordern. Es wird von der Einwanderungsbehörde erwartet, dass der Antrag auf Arbeitserlaubnis aus dem Ausland gestellt wird. Im Falle eines direkten Antrages in Hongkong bei den Einwanderungsbehörden sind ebenfalls die geforderten Unterlagen von einem Bürgen (sponsor) beizubringen.


Der Bürge verpflichtet sich gegenüber den Einwanderungsbehörden, jede Änderung des Anstellungsverhältnisses zu melden und dafür Sorge zu tragen, dass der Angestellte nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Hongkong wieder verlässt (repatriation).

Ein Service der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)
Barrierefreie Version ladenAlle Links unterstreichenDruckansichtEmpfehlung versenden

Hotlinezeiten:
Montag - Freitag
8:00 Uhr - 14:00 Uhr

Aufgrund des großen Telefonaufkommens kann es zu Wartezeiten während der Supportzeiten kommen.

Bequemer für Sie ist es, ihre Anfrage über unser Online-Support-Center zu stellen.
www.slc-europe.at
www.slc-europe.bg

 

19 % legal endbesteuert!

Für Steuerpflichtige aus Österreich und Deutschland.