 Bank- und Kreditwesen in BulgarienDie bulgarische Lew (BGN) ist seit 1997 auf Empfehlung des Internationalen Währungsfonds in einem Currency-Board fest an den Euro gebunden. Das Austauschverhältnis beträgt 1,95583 BGN für 1 Euro.
Bulgariens Bankensektor wächst seit 2003 besonders dynamisch. Die bulgarischen Banken selbst befinden sich heute weitgehend in der Hand von ausländischen Bankengruppen. Marktführer in Bulgarien ist die UniCredit Bulbank, die zur italienischen Bankgruppe UniCredit Group gehört. Die Zweitgrößte Bank, die DSK Bank, ist zu 100% in Besitz der ungarischen Bankengruppe OTP. Danach kommt die United Bulgarian Bank und die österreichische Bankengruppe Raiffeisenbank.
Diese oben genannten Banken bestimmen ca. 50 % des Marktes.
Seit dem 1. Juli 2003 gehören BIC und IBAN zum europäischen Bankenalltag, Mit diesem Datum trat der EU-Binnenzahlungsverkehr in Kraft, wodurch es zu einer Gleichstellung der Kosten zwischen Inlands- und Auslandsüberweisungen kam.
Diese Gebührengleichheit beschränkte sich jedoch auf Überweisungssummen, welche die Grenze von Euro 12.500 nicht überschreiten. Mit Beginn 2006 wurde diese Grenze auf Euro 50.000 angehoben. Dies bedeutet, dass Banken für Überweisungen bis zu 50.000 Euro keine höheren Gebühren verlangen dürfen als für Inlandsüberweisungen.
EinlagensicherungIn Bulgarien sind Einlagen bis zu 40.000 Lew (20.452 Euro) je Bankinstitut versichert. Alle Geldinstituten zahlen einen jährlichen Beitrag in den Fonds. Dieser Beitrag muss auch von den ausländischen Banken bezahlt werden, die in ihrem Land über keine Garantiemaßnahmen verfügen. Finanzmarkt-AufsichtIn Österreich als FMA bekannt in Deutschland als BAFIN existiert auch in Bulgarien eine Finanzmarkt-Aufsichtsbehörde, deren Kontrolle der Kapitalmarkt, der Wertpapierhandel und das Versicherungsgeschäft unterliegen. |