Die Frage der Finanzierung eines Unternehmens in der Gründungsphase entscheidet oft, ob eine Geschäftsidee überhaupt zur Gründung führt, und ob sie dauerhaft Erfolg haben kann. Schon vor einer Gründung müssen sich die künftigen UnternehmerInnen um geeignete Kredite kümmern; denn manche Förderdarlehen für Gründer können nach erfolgter Geschäftsgründung nicht mehr in Anspruch genommen werden.
Um die geeignete Finanzierung zu finden, ist eine gründliche Vorbereitung nötig. Schon vor dem ersten Gespräch mit der Bank sollten Sie sich selbst einen Überblick über die vorhandenen Angebote verschaffen. Die Beratung bezieht die Instrumente der monetären Förderung ein, z.B. Zuschüsse, Förderkredite, Bürgschaften und Beteiligungen, und gibt Kunden eine Orientierung über geeignete Finanzierungsstrategien. Neben den bundeslandpezifischen Fördermöglichkeiten berücksichtigen wir auch die Finanzierungsmittel bundesweiter und europäischer Programme.
Mit diesen Informationen können Sie bei Ihrer Hausbank gezielt das für Sie passende Produkt nachfragen. Wir raten Ihnen, dass Sie sich dabei unbedingt an die SachbearbeiterIn wenden sollten, die sich auf öffentliche Förderprogramme bzw. Existenzgründung spezialisiert hat, denn nicht alle BeraterInnen der Banken kennen sich hier aus.
Ihr Gründungsfahrplan vor einem Gespräch mit der Bank könnte also folgende Stationen vorsehen:
- Beratung durch die Wirtschaftskammer, um die Voraussetzungen für die jeweilige Gründung zu klären
- Prüfung, ob Leistungen des Arbeitsamtes in Anspruch genommen werden können
- Klärung, wann ein Antrag auf Förderung rechtzeitig gestellt werden muss, z. B. vor Investitionsbeginn oder Gründung
- Erarbeitung eines Businessplans
- Beratung mit uns, um gemeinsam mit der Bank z. B. die Rentabilitäts- und Liquiditätsvorschau zu erarbeiten
- Kontakt mit der Hausbank
Vor einer Kreditvergabe erwartet Ihre Hausbank von Ihnen Antworten auf eine Reihe von Fragen. Das sollten Sie als ExistenzgründerIn mitbringen:
- Lebenslauf
- Geschäftskonzept
- Investitionsplan
- Rentabilitätsvorschau
- Liquiditätsplan
Für einen Unternehmenskredit benötigt die Bank grundsätzlich:
- betriebswirtschaftliche Auswertungen
- Bilanzen
- Vermögensaufstellung
- Steuererklärung
Mit einer guten Vorbereitung können Sie selbstbewusst in ein Bankgespräch gehen, denn dort kommt es auch darauf an, persönlich zu überzeugen. Selbstverständlich werden die Planzahlen daraufhin überprüft, ob sie realistisch sind; doch dann sind auch unternehmerische Eigenschaften gefragt: u. a. Durchhaltevermögen, Leidenschaft, Überzeugtsein vom eigenen Konzept, persönliche Ausstrahlung.