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Körperschaftssteuer von zehn Prozent lässt Bulgarien zu attraktivem Investitionsstandort aufsteigen

18.10.2006

Experten haben errechnet, dass den bulgarischen Unternehmern im Ergebnis der gesenkten Gewinnsteuern etwa 300 Millionen Lewa (150 Millionen Euro) mehr zur Verfügung stehen werden. Eine Großzahl der Firmen wird die freiwerdenden Mittel in neue Produkte und Herstellungsverfahren investieren, um am europäischen Markt bestehen zu können, was unausweichlich zu einem erhöhten Exportvolumen Bulgariens führen wird. Dank niedriger Körperschaftssteuer können die ausländischen Unternehmen in Bulgarien höhere Gewinne erwirtschaften, was neue Investoren nach Bulgarien bringen wird. All diese Faktoren werden früher oder später auch zu einer Erhöhung der Löhne führen. Der bulgarische Durchschnittslohn liegt bei etwa 30 Prozent des europäischen Mittelwerts.

In einem Interview für Radio Bulgarien kommentierte Dikran Tebejan, stellvertretender Vorsitzender der Bulgarischen Wirtschaftskammer, eine der großen Arbeitgeberorganisationen Bulgariens, dass die zehnprozentige Körperschaftssteuer das Land zum Steuer-Champion Europas aufsteigen lässt.
"Einzig Zypern kann auf derartige Steuern verweisen. Selbst Irland, das für seine niedrigen Steuerabgaben bekannt ist, erhebt eine höhere Körperschaftssteuer", erklärt Dikran Tebejan. "Dieses ist seitens der Regierung ein klares Zeichen in Richtung einheimische Unternehmen und ausländische Investoren, dass man die Investitionsaktivität fördern will. Vorläufige Prognosen über die zu erwartenden ausländischen Investitionen zeigen, dass allein die Diskussion derartiger Maßnahmen zu einem verstärkten Investitionsinteresse führt", so Tebejan. "Im nächsten Jahr erwartet Bulgarien ausländische Investitionen von bis zu 3,5 Milliarden Dollar, wenn man bedenkt, dass diese Kennziffer für das laufende Jahr bisher den Wert von 2,4 Milliarden Dollar erreicht hat. Auf diese Weise kann Bulgarien den Unterschied in der Arbeitsproduktivität zu den anderen Staaten der Europäischen Union schneller wettmachen. Die Arbeitsproduktivität in Bulgarien liegt bei etwa einem Drittel des europäischen Durchschnitts. Deshalb sind wir der Meinung, dass dieses ein Schritt in die richtige Richtung ist. Der alljährlich erwirtschaftete Haushaltsüberschuss lässt genügend Spielraum für eine derartige Maßnahme", äußert Dikran Tebejan.

Werden die bulgarischen Firmen die freiwerdenden Mittel in die Schaffung qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze und wettbewerbsfähiger Produkte investieren oder einfach nur mehr Geld scheffeln?
"Es ist ersichtlich, dass die Mittel außer für Investitionen in neue Technik und Technologie auch zur Umsetzung der Umweltschutzrichtlinien der EU, aber auch zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen genutzt werden müssen", antwortet Dikran Tebejan. "Es gibt bereits Anzeichen dafür, dass ein Teil der Mittel für Lohnerhöhungen verwendet werden soll. Die Wirtschaft hat bei den Verhandlungen über die Beitragsbemessungsgrenze für Versicherungsleistungen eine Anhebung von 14 Prozent ausgehandelt, was für unser Land einen Rekordwert darstellt und zeigt, dass diese Mittel auch zur Anhebung des Lohnniveaus beitragen werden", so Tebejan.

Wie wird sich ein steigendes Exportvolumen auf das laufende Zahlungsbilanzdefizit auswirken, das einen Wert von über zwölf Prozent des Bruttoinlandprodukts erreicht hat?
"Die Senkung der Körperschaftssteuer wird ohne Zweifel den Export ankurbeln, da diese Mittel im Endeffekt zu einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität und der Qualität der Produkte führen werden, die für den Export hergestellt werden", denkt Dikran Tebejan. "Man muss hierbei auch etwas anderes beachten – dass es zwischen der Körperschaftssteuer und dem Leistungsbilanzdefizit keine direkte Verbindung gibt – da Investitionen die Einfuhr von Maschinen und Technologien voraussetzen. Man kann also nicht davon ausgehen, dass dieses automatisch zu einer Verringerung des Defizits führen wird. Derartige Importe, die in der Folgezeit zu einer verstärkten Ausfuhr beitragen werden, dürften meiner Ansicht nach unserer Wirtschaft kein Kopfzerbrechen bereiten", äußert der stellvertretende Vorsitzende der Bulgarischen Wirtschaftskammer.

Autorin: Milka Dimitrowa
Übersetzung: Christine Christov
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