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Firmengründung in Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina ist seit dem Zerfall Jugoslawiens auf dem Weg von einer zentral gesteuerten Wirtschaft zu einer freien, sozialen Marktwirtschaft. Der Krieg (1992-1995) hat das Land stark zurückgeworfen: Viele Betriebe wurden zerstört, und in den weiter bestehenden sind die Produktionskapazitäten der Vorkriegszeit noch nicht erreicht. Die Infrastruktur ist noch immer nicht vollständig wiederhergestellt, was einerseits hinderlich ist, andererseits aber Geschäftsmöglichkeiten bietet.

Im Rahmen des Friedensabkommens von Dayton wurden zwei so genannte Entitäten geschaffen, die Föderation Bosnien-Herzegowina (FBiH) und die Republika Srpska (RS). Die Entitäten haben weitgehende Kompetenzen zur Gesetzgebung, die zentralstaatlichen Kompetenzen sind schwach ausgebildet. Dies hat unter anderem zur Folge, dass die FBiH und die RS zwar die gleichen unternehmerischen Rechtsformen kennen, die Voraussetzungen zur Registrierung von Unternehmen sich jedoch in einer Reihe von Punkten unterscheiden. Die zur Zeit noch bestehenden Unterschiede bei der Besteuerung werden sukzessive harmonisiert und die bestehenden Gesetze aufeinander abgestimmt, um einen einheitlichen Binnenmarkt zu schaffen.

Die Vorteile des Standorts Bosnien Herzegowina liegen in seiner zentralen Lage und auch in der Möglichkeit, die Freihandelsabkommen mit den übrigen Balkanländern (inkl. Türkei) zu nutzen. Die stabile Währung, das vergleichsweise hohe Wirtschaftswachstum, die niedrige Inflation sowie der gute Zugang zur Finanzierung - österreichische Banken sind stark vertreten - schaffen gute Rahmenbedingungen für Investitionen. Darüber hinaus besteht ein Investitionsschutzabkommen mit Österreich.

Andererseits sollen auch die Schwierigkeiten nicht unerwähnt bleiben, die hauptsächlich auf die komplizierten Verwaltungsstrukturen (Gesamtstaat, Entitäten, Kantone) zurückzuführen sind. Behördliche Entscheidungen nehmen viel Zeit in Anspruch, und die Kompetenzen zwischen dem Gesamtstaat und den Entitäten sind stellenweise unklar.

Firmengründungsverfahren sind oft langwierig und kompliziert. Die AHST empfiehlt die Einschaltung eines kompetenten Anwalts (eine Liste der empfohlenen Anwälte finden Sie im Anhang). Bei Eigentumsbesicherungen ist besondere Vorsicht geboten. Die staatliche Investitionsförderung ist auf Steuervorteile für die ersten Jahre (nur in der Föderation) und auf eine Befreiung von Zollgebühren für die eingeführten Investitionsgüter selbst beschränkt.

Tatsache ist, dass Österreich und österreichische Firmen in BiH einen ausgezeichneten Ruf genießen und dass Österreichern sehr wohlwollend begegnet wird. Viele österreichische Firmen beschäftigen in Österreich lebende Bosnier und bauen auf diese Weise erstklassige Kontakte nach BiH auf.

Seit 1.1.2006 ist ein modernes, EU - konformes Mehrwertsteuergesetz in Kraft, das in beiden Entitäten gleich gehandhabt wird. Viele Gesetzesvorhaben werden im Rahmen der Bemühungen um einen EU-Beitritt nunmehr rascher realisiert.

Ein Service der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)
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