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Firmengründung in Estland

Qualifizierte Partner des SLC-Expertennetzwerkes helfen Ihnen bei der Firmengründung in Estland

Firmengründungen in Estland

Eder Herbert, Mehrheitseigentümer der SLC-Beratungsgruppe

Derzeit bietet Estland sehr gute Vorassetzungen für eine Firmengründung. Alleine wenn man die Lohnkosten betrachtet kommt man auf derzeit ca. 3,03 Euro / Arbeitsstunde. Vergleicht man dies mit dem EU-Durchschnitt von 22,10 Euro dann zahlt sich die Arbeitsauslagerung nach Estland auf jeden Fall aus.

Estland hat teilweise den Status eines Offshore-Landes, da bis Ende 2009 keine Steuern an reinvestierte Gewinnen anfallen!

Einkommenssteuer:
Die Einkommenssteuer liegt bei 26 Prozent, jedoch für Künstler und Sportler wurde ein Pauschalsatz von 15 Prozent eingeführt.

Körperschaftssteuer:
Es gitl die so genannte umgekehrte Körperschaftssteuer. Bei dieser Methode werden zunächst nur bestimmte Aufwendungen und Gewinnausschüttungen besteuert. Auch Dividenen und verdeckte Gewinnausschüttungen sind körperschaftssteuerpflichtig. Der Steuersatz beträgt 26/74 vom Betrag der Aufwendung oder vom ausgeschütteten Gewinn, d.h. die Auszahlung wird als Nettobetrag betrachtet.

Mehrwertsteuer:
Sie liegt bei 18 Prozent, der ermäßigte Satz für bestimmte Güterbereiche bei 5 Prozent. Der Export von Waren und Dienstleistungen sowie der Strom aus Wasser - und Windkraft sind steuerbefreit.

Derzeitige Situation in Estland

Die unausgewogene Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und der unbändige Konsum der Privathaushalte hatten bereits 2007 für eine deutliche Überhitzung der estnischen Wirtschaft gesorgt. Das Platzen dieser Blase beendete zu Jahresbeginn 2008 aprupt das Wirtschaftswachstum. Nach ersten Angaben ist die Wirtschaft des kleinsten der drei baltischen Staaten im vergangenen Jahr real um rund 15 Prozent geschrumpft.

Die Talsohle des aktuellen Konjunkturzyklus dürfte mittlerweile jedoch durchschritten sein. Entsprechend steht 2010 im Zeichen der Stabilisierung der Wirtschaft. Die monatlichen Werte für die Exporte und die industrielle Produktion zeigten sich zuletzt leicht verbessert. Auch die Rückgänge im Einzelhandel fielen nicht mehr ganz so deutlich aus. Die Stimmung bei Verbrauchern und Produzenten hellte sich zuletzt ein wenig auf. Dennoch: Insbesondere die Investitionen sowie der private Verbrauch entwickelten sich 2009 unbefriedigend. So erreichte die Nachfrage nur noch das Niveau aus den Jahren 2004 und 2005

Ausblick

Im laufenden Jahr wird die Wirtschaftsentwicklung weiter gedämpft ausfallen. Erste Anzeichen für eine Verbesserung sollten von der Auslandsnachfrage ausgehen. Die allmählich einsetzende Erholung der globalen Wirtschaft liefert die Basis für die auf mittlere Sicht einsetzende Verbesserung der Inlandsnachfrage. Doch weder die Investitionen noch der private Verbrauch werden sich in diesem Jahr wesentlich erholen.

Lohnkürzungen sowie die steigende Arbeitslosigkeit wirken als Bremse für die Ausgabenbereitschaft. Lediglich der sinkende Leitzins sorgt für Erleichterung. Im Zuge des sinkenden Lohndrucks steigt die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Die avisierte Einführung des Euros 2011 scheint weiterhin machbar. Hier wird es vor allem auf die weitere Entwicklung des Haushaltsdefizits ankommen. Die estnische Regierung plant die Erfüllung der Maastricht-Kriterien im ersten Halbjahr 2010. Dies stellt ein ehrgeiziges Ziel dar, da im aktuellen Haushalt nicht viel Spielraum zur Verfügung steht.

Regierung und Zentralbank halten weiterhin an der festen Bindung der Krone zum Euro fest. Die Einführung der Gemeinschaftswährung als erster baltischer Staat könnte wesentlich dazu beitragen das Vertrauen der Anleger zurück zu gewinnen. Das strukturelle Problem der weiterhin mangelhaften Wirtschaft wird dadurch jedoch nicht beseitigt.

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