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SLC> Firmengründung Asien> Firmengründung VAE (Dubai)> Limited Lieabitlity Company (LLC) Dubai
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Rechtsform der Limited Liability Company (LLC) in den V.A.E (Dubai usw.)

Die LLC entspricht der GmbH österreichischen Rechts. Sie ist eine juristische Person. Gesellschafter können natürliche und juristische Personen sein. Es sind zwei bis fünfzig Gesellschafter notwendig, um eine Gesellschaft zu gründen bzw. fortzuführen. Ein-Mann GmbHs sind in den V.A.E. weder bei Gründung noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Ab sieben Gesellschaftern ist ein Aufsichtsrat zwingend vorgeschrieben. Ist die Anzahl der Gesellschafter geringer, kann der Aufsichtsrat trotzdem im Gesellschaftsvertrag („Memorandum of Association") vereinbart werden. Das Mindestkapital beträgt bundesweit 150.000,- AED. Eine Ausnahme bildet das Emirat Dubai, in dem 300.000,- AED Mindestkapital vorgeschrieben sind. Bei bestimmten wirtschaftlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel im Bausektor, verlangen die Behörden ein höheres Stammkapital (in diesem Beispiel 2 Mio. AED). Die Anteile müssen einen Nominalwert von zumindest 1000,- AED haben. Auch bei der LLC gilt, dass VAE-Staatsbürger mindestens 51% der Kapitalanteile halten müssen. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die ausländische Minderheitsbeteiligung zu stärken. Alle Anteile werden auf den Namen der Gesellschafter ausgestellt, bleiben aber frei übertragbar. Nur wenn eine Übertragung zu einer Auslandsbeteiligung von über 49% führt, darf sie nicht durchgeführt werden. Die Gesellschafter haften für die Verbindlichkeiten der GmbH bis zur Höhe der übernommenen Kapitalanteile. Die Einbringung von Sacheinlagen ist zulässig. Vorraussetzung dafür ist die Spezifierung im Gesellschaftsvertrag. Dies erfolgt durch die Bewertung und dem dazugehörenden Gutachten durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer (WP). Bareinlagen sind auf eine Bank in den V.A.E. einzuzahlen. Während der Gründungsphase ist das Kapital gesperrt, nach Registrierung steht es der Gesellschaft jedoch frei zur Verfügung. Bei Sacheinlagen sind Übereignungsverträge vorzuweisen, um die Verfügungsmacht über das Wirtschaftsgut zu bestätigen. Gesellschaftszweck einer GmbH kann jede Art von Tätigkeit sein. Ausgenommen sind Versicherungs-, Bank- und Anlagengeschäfte im Namen und auf Rechnung Dritter. Es ist vorteilhaft, den Zweck der Gesellschaft umfassend zu definieren, weil er als Maßstab für die Gewerbeerlaubnis („Trade Licence") und die Importlizenz („Import Licence") herangezogen wird. Falls es sich bei der angestrebten Tätigkeit der zu gründenden Unternehmung um einen industriellen Produktionsbetrieb handelt, ist zuvor um eine Genehmigung bei der Industriebehörde im Finanz- und Industrieministerium anzusuchen.

Im Gegensatz zu reinen Handelsunternehmen kommen Industrieunternehmen in den Genuss gewisser finanzieller Vergünstigungen und Freistellungen, wie zum Beispiel subventionierten Strom - und Vergünstigungen auf Wassertarife, Ausrüstungen und Rohstoffe; Zollschutz, Exportsubventionen und Finanzierungshilfen sind weitere Vorteile. Produktionsunternehmen können mit bevorzugter Behandlung bei Ausschreibungen, sowie mit Zollbefreiungen in den GCC (Golf Kooperationsratstaaten) rechnen. Um die Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können ist es wieder Voraussetzung, dass sich das Unternehmen zu 51% in Händen von VAE-Staatsbürgern befindet und dass die lokale Wertschöpfung („Added Value") mindestens 40% beträgt. Der Name der Gesellschaft ist aus dem Namen der Gesellschafter oder aus dem Gesellschaftszweck abzuleiten. Ein beigefügter Namenszusatz weist auf die beschränkte Haftung hin (z.B. „Company with limited liability"). Widrigenfalls haften die Gesellschafter unbegrenzt für die Verbindlichkeiten. Zur Geschäftsführung können mindestens ein oder maximal fünf Geschäftsführer bestellt werden. Gesellschaftergeschäftsführer sind möglich, wegen der Haftung jedoch nicht zu empfehlen.

Die Bestellung erfolgt im Gesellschaftsvertrag, in einem Managementvertrag („Management Contract") oder in der Gesellschafterversammlung („General Assembly"). Die Befugnisse der Geschäftsführung werden gesetzlich nicht spezifiziert, weshalb diese im Vertrag genau geregelt werden sollten. Vereinbarungen, die ausländischen Geschäftsführern die alleinige Exekutivbefugnis einräumen, sind möglich. In der Praxis zeigt sich sogar, daß die Geschäftsführung meist dem ausländischen Gesellschafter obliegt. In der Regel wird hierzu dem ausländischen Gesellschafter eine Vollmacht („Power of Attorney") zur Stimmabgabe in der Gesellschafterversammlung von den V.A.E.- Gesellschaftern in deren Namen eingeräumt. Das erfolgt in so genannten Seitenverträgen („Side Contracts"). Der ausländische Gesellschafter bringt bei dieser Abmachung oft das gesamte Kapital der Gesellschaft ein. Im Ergebnis hält der ausländische Investor die Stimmenmehrheit in der Gesellschafterversammlung und damit die totale Kontrolle über die Gesellschaft. Im Gegenzug erhält der VAE- Beteiligte einen jährlichen Geldbetrag und wird von der Haftungsverpflichtung ausgeschlossen.

Es sind seit neuester Zeit allerdings Bestrebungen der Behörden zu vernehmen, wonach es keinen so genannten „sleeping partner" mehr geben soll, sondern der lokale Gesellschafter aktiv am Geschäft teilnehmen soll. Es ist noch nicht klar, wie dies in eine gesetzliche Regelung gebracht werden wird. Seitenverträge entfalten auf jeden Fall keine Drittwirkung. Sie können aber im Streitfall zwischen den Gesellschaftern große Bedeutung erlangen, weil darin der Wille der Gesellschafter zum Ausdruck kommt, der von V.A.E.- Gerichten in der Regel als Entscheidungsgrundlage herangezogen wird. Trotzdem ist bei der Ausgestaltung der Seitenvertrage Vorsicht geboten, da sich im Einzelfalle ein Verlust der Haftungsbegrenzung auf das Stammkapital ergeben kann. Einmal jährlich muss eine Gesellschafterversammlung einberufen werden. Sie hat spätestens vier Monate nach Abschluss des Bilanzjahres stattzufinden. Zur Einberufung der Gesellschafterversammlung sind mindestens 25% des Kapitals und der etwaige Aufsichtsrat berechtigt. Grundsätzlich gelten Gesellschaftsbeschlüsse mit 50% der Stimmen als gefasst. Erhöhte Abstimmungsquoten können im Gesellschaftsvertrag vereinbart werden. Bei Änderungen des Gesellschaftskapitals und Satzungsänderungen ist aber eine ¾-Mehrheit notwendig. In der jährlichen Gesellschafterversammlung ist auch der buchprüfende Wirtschaftsprüfer im Voraus zu bestellen.

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