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Firmengründung in Russland

Überblick über die Firmengründung in Russland und steuerliche Handhabung

Firmengründung in Russland

Eder Herbert, Mehrheitseigentümer der SLC-Beratungsgruppe

INFORMATIONEN ZUR GESCHÄFTSABWICKLUNG UND MARKTBEARBEITUNG

Der russische Markt bietet große Chancen, birgt aber auch hohe Risiken. Ein Engagement in Russland sollte wohl überlegt werden und es hilft, wenn man schon Erfahrung in anderen Ost-Märkten besitzt. Besonderheiten der russischen Wirtschaftsstruktur – Beziehungsgeflechte, Schattenwirtschaft und Konkurrenzkampf mit allen Mitteln - sowie politische und rechtliche Maßnahmen (Zollbelastung, Zertifizierungs- und andere nicht-tarifäre Bestimmungen, devisenrechtliche Beschränkungen) machen die Geschäftsabwicklung oft aufwendig und komplex und können für einmalige Lieferungen prohibitiv sein. Es sind eine intensive Bearbeitung des Marktes und eine Pflege der Geschäftskontakte für einen anhaltenden Erfolg nötig.

 

„Geschäfte auf Russisch"

Die russische Wirtschaft und Gesellschaft verfügt über eine Reihe von Besonderheiten, die bei Geschäftsbeziehungen beachtet werden sollten.

Die wohl wichtigsten Charakteristika hierbei sind die große Bedeutung der Schattenwirtschaft, das Vertrauen auf persönliche und informelle Beziehungen, das ausgeprägte Hierarchiedenken und die besondere Stellung der Bürokratie. Laut Schätzungen bewegen sich mehr als 30% der russischen Wirtschaft im Schwarz- und Graubereich, sodass russische Geschäftsleute die Tendenz haben, auch im Geschäft mit Ausländern Verträge über Drittfirmen zu konstruieren und gesetzliche Anforderungen und Probleme zu umgehen.

Russische Unternehmen sind vielfach in Netzwerke eingebunden, die eine Lösung von Problemen und die Durchsetzung von Ansprüchen über die Nutzung informeller Kontakte zu mächtigen Strukturen ermöglichen. Deshalb und weil die gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen sehr schwierig ist, wird schriftlichen Verträgen keine finale Verbindlichkeit beigemessen und sind Detailregelungen in Verträgen oft unerwünscht. Als österreichische Firma sollte man aber trotzdem auf ordnungsgemäßen schriftlichen Verträgen bestehen.

Die Zusammenarbeit mit der russischen Bürokratie gestaltet sich oftmals schwierig. Große Ermessenspielräume, informelle Netzwerke und niedrige Gehälter einfacher Beamter begünstigen Problemsituationen, die zu unorthodoxen Vorgehensweisen führen können. Außerdem können eine Vielzahl widersprüchlicher Vorschriften und eine sehr formalistische Auslegung von Bestimmungen eine rasche Erledigung von Behördenwegen verhindern.

In russischen Firmen wird großer Wert auf Hierarchie und Status gelegt. Dies gilt es bei Verhandlungen (Sitzordnung), der Übergabe von Geschenken und bei Geschäftsessen zu beachten. Für den Verhandlungserfolg spielen gute persönliche Beziehungen eine große Rolle und der Handschlag bedeutet viel. Nicht zu unterschätzen gilt es aber das strategische Agieren russischer Geschäftsleute, sodass strategische Vorteile sehr wohl auch auf Kosten anscheinend guter persönlicher Beziehungen realisiert werden.


Österreichische Unternehmen sollten danach trachten, ihre Position in Verträgen (z.B. durch Vorauszahlung) abzusichern, bei der Zusammenarbeit mit russischen Vertretern eine Kontrolle über wichtige Prozesse wie Produktzertifizierung und Markenregistrierung auszuüben und die russischen Gepflogenheiten zwar zu berücksichtigen, sich aber nicht in diese mit hineinziehen zu lassen.

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