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Territorialitätsprinzip der Besteuerung

Die Unternehmensbesteuerung erfolgt in Hongkong strikt nach dem Territorialitätsprinzip. Es werden nur die tatsächlich in Hongkong erzielten oder sonst aus Hongkong stammenden Gewinne versteuert (profits arising in or derived from Hongkong). So werden Auslandsgewinne eines Steuerinländers nicht besteuert, wohl aber in Hongkong erzielte Gewinne eines Steuerausländers.

Einnahmen, die nicht aus Hongkong stammen (foreign source income), sind in Hongkong grundsätzlich steuerfrei. Falls eine Gesellschaft also ausschließlich off-shore-Geschäfte betreibt und daraus Gewinne erzielt, muss diese Gesellschaft dafür in Hongkong keine Steuern zahlen.

Dementsprechend werden Gewinne aus Dienstleistungen, die nicht in Hongkong erbracht worden sind, als off-shore-Gewinne anerkannt. Umgekehrt sind aber z.B. Gewinne aus der Vermietung von in Hongkong zum Einsatz gebrachten Maschinen in Hongkong steuerpflichtig.

Auch Provisionen (commissions), die von ausländischen Dritten an die Gesellschaft bezahlt werden, können off-shore-Einkünfte sein.

Nach Ansicht des Obersten Gerichtshofs in Hongkong ist für die Beurteilung der Steuerpflicht entscheidend, wo die gewinnbringenden Tätigkeiten tatsächlich erfolgt sind.

Bei der Geltendmachung von Off-Shore-Gewinnen werden von den Steuerbehörden vor allem folgende Umstände geprüft:

  • wo erfolgten die Vorarbeiten, die zum Geschäftsabschluss führten, und wer war daran beteiligt;
  • wo und von wem wurde der überwiegende Teil der Vertragsverhandlungen geführt;
  • wo erfolgte der Vertragsabschluss;
  • wo und von wem wurden/werden vertragliche und nachvertragliche Leistungen ausgeführt.

Für produzierende Betriebe mit Sitz in Hongkong gilt, dass Gewinne aus dem Verkauf von Gütern, die hier hergestellt worden sind, hier auch voll steuerpflichtig sind. Der Ort, an dem die Produkte verkauft werden, ist für die Steuerpflicht hingegen irrelevant.


Betreffend die Steuerpflicht von Hongkonger Unternehmen, die Verarbeitungs- oder Assemblierabkommen mit Fertigungsbetrieben in Festlandchina schließen, unterscheidet das Hongkonger Steuerrecht je nach der Intensität ihrer Beziehung.

Wenn sich das Hongkonger Unternehmen stark engagiert und dem festlandchinesischen Betrieb beispielsweise leitendes Personal, technisches oder Produktions-Know-how, Rohmaterial, Facharbeiter, Designs u.ä. zur Verfügung stellt, werden 50 % der Gewinne aus dem Verkauf dieser in Festlandchina hergestellten Produkte in Hongkong besteuert.


Hongkong hat bisher keine umfassenden Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Es bestehen daher auch keine Informationspflichten gegenüber ausländischen Steuerbehörden. Behörden in Hongkong weisen folglich Auskunftsverlangen aus Übersee regelmäßig zurück oder antworten nicht. Das Fehlen eines Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Hongkong und Österreich bewirkt aber auch, dass Personen mit einem Wohnsitz in Österreich für ihr in Hongkong erzieltes Einkommen in Österreich steuerpflichtig sind. In solchen Fällen kann jedoch - im vorhinein - beim Bundesministerium für Finanzen eine Steuerbefreiung für diese Einkünfte beantragt werden.


Falls steuerliche Vorteile in Hongkong auch gegenüber dem Fiskus im jeweiligen Wohnsitzland der wirtschaftlichen Eigentümer geltend gemacht werden sollen, empfiehlt es sich, die Auswahl der Gesellschafter und das Ausmaß ihrer Beteiligung sowie die Geschäftsgestaltung mit einem im internationalen Steuerrecht erfahrenen Steuerberater abzusprechen. SLC-Europe kann Ihnen diese Steuerberater selbstverständlich vermitteln.

Ein Service der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)
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