 Bulgarischer Markt für deutsche Firmen attraktivDeutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer Mehr als zwei Drittel in Bulgarien tätigen deutschen Firmen sind mit ihrer gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden. Das geht aus der diesjährigen Stimmungsumfrage der Deutsch- Bulgarischen Industrie- und Handelskammer (DBIHK) unter deutschen Investoren in Bulgarien hervor.
Auch die Prognosen für das bevorstehende Geschäftsjahr stimmen optimistisch. Für 2006 erwarten 66 Prozent der Umfrageteilnehmer höhere Umsätze als im Vorjahr, weitere 30 Prozent erwarten Umsätze in gleicher Höhe. Dies schlägt sich auch in den Investitionsplanungen nieder. 56 Prozent möchten ihre Investitionen ausweiten, weitere 28 Prozent wollen soviel wie im Vorjahr investieren.
Der seit mehreren Jahren anhaltende Wirtschaftsaufschwung wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Nachdem das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften im Vorjahr noch mit den Schulnote 2,7 bewertet wurde, beurteilen die Firmen diesen Standortfaktor in der diesjährigen Umfrage nur noch mit 3,4. In einigen Regionen haben Firmen sogar Schwierigkeiten, ausreichend ungelernte Arbeitskräfte zu finden. Hier verschlechterte sich die Benotung von 1,9 auf 2,5.
Handlungsbedarf sehen die Firmen insbesondere bei der Bekämpfung von Korruption und Kriminalität (Note 4,3). Bemängelt werden auch der Zustand der öffentlichen Infrastruktur, unzureichende Rechtssicherheit und ungenügende Effizienz der öffentlichen Verwaltung.
Die Noten für diese Rahmenbedingungen verschlechterten sich sogar im Vergleich zum Vorjahr. Hoffnungen setzen die deutschen Firmen auf den EU-Beitritt; dieser wird von drei Viertel der Umfrageteilnehmer als sehr wichtig oder wichtig bewertet.
Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen Der Warenverkehr zwischen Deutschland und Bulgarien erreichte im vergangenen Jahr mit einem Gesamtvolumen von über 2,9 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Die deutschen Exporte nach Bulgarien beliefen sich auf knapp 2,0 Milliarden Euro, die deutschen Importe aus Bulgarien auf 0,9 Milliarden Euro. Während die bulgarischen Exporte nach Deutschland um 13,8 Prozent zunahmen, stiegen die Importe aus Deutschland sogar um knapp 18 Prozent.
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