Star Light Consulting
SLC
SLC> Firmengründung Europa> Firmengründung Litauen> Körperschaftssteuer in Litauen
Barrierefreie Version ladenAlle Links unterstreichenDruckansichtEmpfehlung versenden

Körperschaftssteuer in Litauen

Das Gesetz zur Körperschaftssteuer trat mit 1. Jänner 2002 in Kraft. Entsprechend diesem Gesetz unterliegen litauische Unternehmen der Körperschaftssteuer mit Ihrem Welteinkommen und ausländische Unternehmen für den Teil des Einkommens, den Sie mittels einer permanenten Betriebsstätte in Litauen verdient haben und das Einkommen, welches durch Einkunftsquellen in Litauen verdient wurde. Ein litauisches Unternehmen ist mit dem Welteinkommen steuerpflichtig sobald eine Registrierung des Unternehmens in Litauen besteht. Non-Profit Organisationen unterliegen keiner Körperschaftssteuerpflicht.


Die Rate der allgemeinen KöSt beträgt 15 %, für Kleinunternehmen gibt es eine verminderte Steuerrate von 13 %. Als Kleinunternehmen wird ein Unternehmen eingestuft, welches jährlich weniger als LTL 500.000 (EUR 144.810) Umsatz tätigt und durchschnittlich maximal 50 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Ausnahmen gibt es für Unternehmen, die in Sonderwirtschaftszonen arbeiten.


In Litauen kommt keine Mindestkörperschaftssteuer zur Anwendung, auch nicht, wenn Gewinne des Finanzjahres durch Verlustvorträge kompensiert werden. Körperschafts-steuervorauszahlungen kommen zur Anwendung, wenn der Jahresumsatz LTL 100.000 (EUR 28.962) übersteigt. Als Bemessungsgrundlage für die KöSt-Vorauszahlung wird der Gewinn des Vorjahres herangezogen.


Die KöSt-Schuld muss zusammen mit der Einreichung des Jahresabschlusses zur Gänze beglichen werden. Von der KöSt-Schuld sind die KöSt-Vorauszahlungen abzuziehen und der Differenzbetrag ist zu überweisen. Unabhängig von der Einreichung des Jahresabschlusses darf die KöSt-Schuld nicht später als zum 1. Oktober des Folgejahres beglichen werden.


Die Steuerbemessungsgrundlage sind die Erträge des Unternehmens abzüglich der Aufwände. Bei den Aufwänden gibt es Abschreibungsdauern von 3 bis 20 Jahren und einige Sonderregelungen, so z. B. für immaterielle Anlagen mit einer Abschreibungsdauer von maximal 3 bis 4 Jahren. Ebenso gibt es einige Limitierungen bei den Aufwänden für Verluste des Geschäftsjahres, bei Aufwänden für Geschäftsreisen, Marketing und Promotion, Realverluste, faule Kredite, Steuern und Incentives für Mitarbeiter. Es können ebenso keine betriebsfremden Aufwände von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen werden.

Die litauischen Finanzbehörden akzeptieren einen Verlustvortrag von bis zu fünf Jahren, Verluste aus dem Transfer von Wertpapieren können nur artgleichen Gewinnen und nur für drei Jahre gegenverrechnet werden. Gewisse Verluste in der Phase der Reorganisation (äquivalent zu US Chapter 11) können nicht vorgetragen werden. Derzeit sind keine Beschränkungen zur maximalen Höhe des Verlustvortrages in Kraft.


Im Bereich des Transfer Pricings wurden im Frühjahr 2004 die OECD-Regeln zu diesem Thema eingeführt.


Permanente Betriebsstätten sind in Litauen mit dem in Litauen erzielten Gewinn steuerpflichtig, es kommt dabei ebenso die 15 % KöSt-Rate zur Anwendung. Eine permanente Betriebsstätte begründet ein Unternehmen in Litauen in der Regel, wenn das Unternehmen eine Geschäftsstelle besitzt, von der aus die Aktivitäten betrieben werden, wenn das Unternehmen sein Geschäft in Litauen über nicht-selbständige Agenten betreibt, wenn ein Unternehmen ein Betriebsgebäude oder -fabrik benutzt oder wenn Ausrüstung oder Strukturen (inkl. Bohrausrüstung) für Auffindung, Erschließung oder den Abbau von Bodenschätzen verwendet wird.


Im litauischen KöSt-Recht gibt es Sonderregelungen zur Behandlung von litauischen Unternehmen mit ausländischen Tochterfirmen. Diese Sonderregelungen zielen auf die Vermeidung von Gewinnverschiebungen in Niedrigsteuerländer bzw. -gebiete ab.


Der Gewinn- und Kapitaltransfer ist für ausländische Investoren nach Abzug von Steuern frei durchführbar. Sämtliche Gewinne sind komplett repatriierbar.


Mit einem neuen Gesetz zur Sozialversicherung kommt in Litauen für die Jahre 2006 und 2007 ein temporär beschränkter Zuschlag zur Körperschaftssteuerzahlung hinzu. Obwohl es sich um eine Sozialsteuer handelt ist die Steuerbemessungsgrundlage deckungsgleich mit der der Körperschaftssteuer. Im Jahr 2006 ist daher bei der KöSt-Zahlung von 15 % des Gewinnes ein Zuschlag von 4 % und im Jahr 2007 ein Zuschlag von 3 % zu zahlen. Ab 2008 ist diese temporäre Maßnahme nicht mehr in Kraft. Neben der Steuerbemessungsgrundlage, die der der KöSt gleich ist, ist auch die Zahlung gleich der KöSt-Zahlung durchzuführen.

Ein Service der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)
Barrierefreie Version ladenAlle Links unterstreichenDruckansichtEmpfehlung versenden

Hotlinezeiten:
Montag - Freitag
8:00 Uhr - 14:00 Uhr

Aufgrund des großen Telefonaufkommens kann es zu Wartezeiten während der Supportzeiten kommen.

Bequemer für Sie ist es, ihre Anfrage über unser Online-Support-Center zu stellen.
www.slc-europe.at
www.slc-europe.bg

 

19 % legal endbesteuert!

Für Steuerpflichtige aus Österreich und Deutschland.