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Kommanditgesellschaft Slowakei

Einleitung Kommanditgesellschaft

Das slowakische Gesellschaftsrecht unterscheidet fast die gleichen Gesellschaftstypen wie in Deutschland oder Österreich. Der einzige unterschied hierbei ist, dass die slowakische Kommanditgesellschaft in der Slowakei als Kapitalgesellschaft angesehen wird und nicht wie in Österreich oder in Deutschland als Personengesellschaft.
Um gründlich über die die Kommanditgesellschaft in der Slowakei informiert zu sein, werden hier die Angaben nach dem neusten Handelsgesetz aufgeführt.

Charakteristik

Die Kommanditgesellschaft ist eine Gesellschaftsform, die von mindestens zwei Personen gegründet werden muss und ist eine juristische Person, die in das Handelsregister eingetragen wird. Die Gesellschaft ist eine Mischform mit den Merkmalen einer Kapital- und Personengesellschaft.

Handelsname

Der Name der Gesellschaft muss die Bezeichnung „Kommanditgesellschaft" beinhalten, aber es reicht auch die slowakische Abkürzung „kom. spol" oder „k.s.". Im Falle, dass der Name der Kommanditgesellschaft auch den Namen des Gesellschafters beinhaltet, der als Kommanditist angeführt wird, somit haftet der Kommanditist auch für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft wie auch der Komplementär.


Beim Aussuchen eines Namens für die Kommanditgesellschaft sollten sich die zukünftigen Gesellschafter zunächst beim Handelsregister informieren, ob der gewünschte Handelsname nicht schon bereits vergeben ist.
Herauszufinden ist dieses auf der Internetseite des slowakischen Handelsregisters auf www.orsr.sk. Diese Seite kann auch auf Englisch angezeigt werden. Zuerst wird im Suchfeld der Handelsname angeklickt und dann gibt man den Wunschnamen ein. Beachtet sollte auch das kleine Ankreuzfeld - es sollte am besten nur das erste Feld angekreuzt sein „Art und Weise der Suche", da hier alle Handelsnamen erscheinen die das gesuchte Wort im Namen haben.

Gesellschafter und deren Haftung

Die slowakische Kommanditgesellschaft (k.s.) muss von mindestens zwei Gesellschaftern gegründet werden, wobei einer der Komplementär und der andere Kommanditist sein muss. Der Kommanditist haftet nur bis zur Höhe seiner Einlage und der Komplementär haftet mit seinem Gesamtvermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

siehe auch s.r.o & CoKG

Einlage der Gesellschafter

In der Slowakei hat der Kommanditist Pflicht eine Einlage zu leisten, da diese Gesellschaftsform als eine Kapitalgesellschaft angesehen wird. Die genaue Höhe der Einlage wird im Gesellschaftsvertrag bestimmt. Laut dem Handelsgesetz sollte der Kommanditist mindestens 250 Euro in die Kommanditgesellschaft einlegen.


Die Einlage sollte bis zu einem bestimmten Termin eingezahlt werden, dieser näher im Gesellschaftsvetrag bestimmt ist. Ansonsten gilt nach dem slowakischen Handelsgetz, dass die Einlage spätestens bei Entstehung der Kommanditgesellscahft eingezahlt werden muss.

Gründung der Kommanditgesellschaft

Um eine Kommanditgesellschaft zu gründen sind zwei Gesellschafter notwendig - Komplementär und Kommanditist. Die k.s. wir durch einen Gesellschaftsvetrag gegründet.
Mindestinhalt: Laut dem slowakischen Handelsgesetz muss der Gesellschaftsvertrag einen vorgeschriebenen Mindestinhalt aufweisen:

  • Handelsname und Sitz der Gesellschaft
  • Bestimmung der Gesellschafter mit Aufführung des Sitzes und des Namens der juristischen Person oder Name und Wohnsitz der natürlichen Person
  • Gegenstand des Unternehmens
  • Bestimmung der Gesellschafter, wer Komplementär und Kommanditist ist, beim Komplementär wird die Geburtsnummer der natürlichen Person oder die Indentifizierungsnummer der juristischen Person auffgefürhrt, bei ausländischen natürlichen Personen wird nur das Geburtsdatum auffgeführt
  • Höhe der Einlage des Kommanditisten

Der Gesellschaftsvertrag sollte noch folgende Bestimmungen enthalten um möglichen Problemen vorzugehen:
- Festlegung der Stimmvergabe: wenn dieses nicht im Gesellscahftsvertrag geregelt ist, gilt nach dem Handelsgesetz, dass der Komplementär zusammen mit dem Kommanditisten mit der Mehrheit entscheidet

  • Aufteilung des Liquidationsrestbetrages
  • Bestimmung des Komplementärs als statutarisches Organ
  • Gewinnverteilung
  • Bestimmung von Konkurrenzverbot auch für den Kommanditisten: Laut des Handelsgesetzbuches hat nur der Komplementär konkurrenzverbot wobei das nicht für deb Kommanditisten gilt. Es muss sonst im Gesellschaftsvetrag stehen.

 

Entstehung der Gesellschaft

Die Kommanditgesellschaft entsteht erst bei der erfolgreichen Eintragung in das Handelsregister.

Rechte und Pflichten der Gesellschafter

  • Zur Gechäftsführung sind nur Komplementäre berechtigt.
  • In anderen Angelegenheiten entscheiden Komplementär und Kommanditist gemeinsam mit der Stimmenmehrheit, ausser der Gesellschaftsvertrag bestimmt es anders.
  • Bei der Abstimmung hat jeder Gesellschafter eine Stimme, ausser der Gesellschaftsvertrag regelt es anders.
  • Zur Abänderung des Gesellschaftsvetrages werden Zustimmungen aller Gesellschafter gebraucht., ausser das Gesetz bestimmt es anders.
  • Der Kommanditist hat das Recht auf das Einsehen in die Buchhaltung und
  • Buchhaltungsunterlagen und hat das Recht auf Ausstellung einer Gleichschrift des Jahresabschlusses.

 

Gewinnverteilung

Wenn im Gesellschaftsvertrag keine anderen Bestimmungen aufgeführt werden, schreibt das Handelsgesetz folgendes vor:

  • Gewinnverteilung auf den anfallenden Teil für die Kommanditisten und auf den anfallenden Teil der Komplementäre wird durch das Verhältnis im Gesellschaftsvetrag verteilt, ansonsten wird der Gewinn auf die Hälfte geteilt.
  • Die Kommanditisten Teilen den Gewinn nach Höhe ihrer Einlagen auf.
  • Die Komplementäre teilen ihren Gewinn auf deren anfallenden gleichen Teil.

 

Rechtsbeziehungen zu dritten Personen

Der Komplementär ist das statutarische Organ der Kommanditgesellschaft und jeder von denen hat das Recht selbständig zu handeln, ausser es wurde was anderes im Vertrag bestimmt. Der Kommanditist haftet für Verbindlichkeiten in Verträgen, die er im Namen der Gesellschaft abgeschlossen hat ohne eine Vollmacht, im gleichen Umfang wie der Komplementär.

Auflösung der Kommanditgesellschaft

KommanditgesellschaftEine Kommanditgesellschaft in der Slowakei kann nur durch aufgelöst werden duch den Beschluss der Komplementäre, des Gerichts oder der Wechsel in eine offene Handelsgesellschaft.


Es besteht kein Grund zur Auflösung der Kommanditgesellschaft im Falle: Tod des Kommanditisten oder Abgang, Einschränkung deren Fähigkeiten für Rechtsgeschäfte, Konkurseröffnung auf sein Vermögen oder Ablehung des Vorschlages auf Konkurseröffnung wegen nichtvorhandensein des Vermögens. Die Gesellschaft wird auch nicht bei Abgang einer juristischen Person, der Kommanditist ist, aufgelöst.


Bei der Konkurseröffnung auf das Vermögen des Kommanditistens sowie auch bei der Ablehung des Vorschlages erlischt die Beteiligung des Kommanditisten und auch sein Anspruch auf Ausgleichsanteil wird Teil des Konkursgegenstandes.


Wenn es keine Kommanditisten mehr in der Kommanditengesellschaft gibt, können die Komplementäre vereinbaren, dass ihre Gesellschaft zu einer offenen Handelsgesellschaft umgeändert wird.

Liquidierung

Wenn die Kommanditgesellschaft durch Liquidierung aufgelöst wird, dann haben die Gesellschafter Recht auf Anteil vom Liquidationsrestbetrag. Wobei jeder Gesellschafter das Recht auf Rückgabe der eingezahlten Einlage hat. Falls der Betrag für die Rückgabe nicht reichen sollte, haben die Kommanditisten Vorrang bei der Auszahlung. Der verbleibende Restbetrag wird dann unter den weiteren Gesellschaftern verteilt sowie beim Gewinn. Weiter kann der Gesellschaftsvertrag andere Regelungen beinhalten.

Weitere wichtige Informationen

Führungszeugnis:

Damit eine Kommanditgesellschaft in der Slowakei gegründet werden kann, ist ein aktuelles Führungszeugnis notwendig, das nicht älter als drei Monate sein darf. Das Führungszeugnis wird für das Gewerbeamt benötigt damit die Gewerbescheine ausgestellt werden können.


Bank:

Eine slowakische Kommanditgesellschaft muss auch ein Bankkonto haben, das auf den Handelsnamen läuft.
Das Bankkonto kann erst vollständig benutzt werden, wenn die Kommanditgesellschaft erfolgreich beim Handelsregister eingetragen worden ist und wenn der Bank ein Handelsregisterauszug vorliegt.
Es ist auch möglich ein Bankkonto schon bei der Gründung der Gesellschaft zu eröffnen. Zu jeder Bankkonto eröffnung sollte ein beglaubigter Gesellschaftsvertrag vorgelegt werden. Das Konto wird dann zwar eröffnet, ist aber so lange gesperrt bis der Handelsregisterauszug nicht vorgelegt wird.

Autor: Sedlackova Martina

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