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Luxemburg - Gesellschaftsrecht

Das Luxemburger Gesellschaftsrecht wird durch das mehrmals abgeänderte Gesetz vom 10. August 1915 geregelt. Die Gesetzgebung ist in diesem Bereich sehr stark durch das belgische Gesetz von 1935 beeinflusst. Für Auslegungsfragen und Interpretationen wird meist die belgische Rechtssprechung herangezogen.
Bei einer Niederlassung in Luxemburg sind verschiedene Möglichkeiten denkbar. Grundsätzlich wird zwischen einer rechtlich selbständigen Gesellschaft nach luxemburgischem Recht („filiale") oder einer unselbständigen Zweigniederlassung („succursale") unterschieden.


Im Folgenden werden nur die wichtigsten Formen, eine Präsenz in Luxemburg aufzubauen, angeführt. Daneben gibt es selbstverständlich noch einige andere Gesellschaftsformen, die in Frage kommen könnten.

Das Gesetz kennt sechs Formen von Handelsgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit:

  • offene Handelsgesellschaft (société en nom collectif - s.e.n.c.)
  • Kommanditgesellschaft (société en commandite simple - s.e.c.s.)
  • Aktiengesellschaft (société anonyme - s.a.)
  • Kommanditgesellschaft auf Aktien (société en commandite par actions - s.e.c.a.)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (société à responsabitité limitée - s.a.r.l.)
  • Genossenschaft

Für die Gründung einer Firma in Luxemburg wird jedoch im Normalfall von diesen Formen nur die AG bzw. die GmbH von Interesse sein.

Gründungsformalitäten

Die Gründungsurkunden müssen notariell beglaubigt in deutscher oder französischer Sprache abgefasst und innerhalb von 15 Tagen vom Notar eingetragen werden. Eine englische Version ist zugelassen, doch muss dieser eine deutsche oder französische Übersetzung beigefügt werden.

Das Kapital der Gesellschaft kann in EUR oder in einer anderen konvertiblen Währung ausgewiesen werden. Eine Bankverbindung, normalerweise mit einer luxemburgischen Bank oder aber mit einem anerkannten ausländischen Finanzinstitut ist schon vor der Gesellschafts-gründung notwendig, da das Gründungskapital hier hinterlegt werden muss und hierüber dem Notar eine Bestätigung übermittelt wird. Zur Kontoeröffnung wird in diesem Fall ein Entwurf der Gesellschaftsstatuten benötigt.

Sowohl die Gründungsurkunde als auch die statutengemäß bestellten Verantwortlichen müssen ganz inhaltlich

  1. bei der Kanzlei des Handelsgerichts hinterlegt (innerhalb eines Monats) und
  2. im Amtsblatt (Memorial C, „Recueil spécial des sociétés et associations") veröffentlicht werden (innerhalb eines Monats nach Hinterlegung beim Handelsgericht).

Die Überwachung der ordnungsgemäßen Gesellschaftsgründung obliegt dem Notar.

Die genehmigte Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und der Bericht der Buchprüfer müssen im Handelsregister hinterlegt werden. Bei kleinen Gesellschaften genügt es, eine verkürzte Bilanz ohne GuV einzureichen.

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