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Reiseinformationen über Albanien

Hauptstadt: Tirna

Int. Kennzeichen: AL

Sprache: Albanisch

Gängige Fremdsprachen: Intalienisch, Englisch, auch Französisch, Russisch, Deutsch

Währung: 1 LEK = 100 Quindarka

Elektrischer Strom: 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz, häufige Stromausfälle und Spannungsschwankungen; gleiche Steckdosen wie in Österreich (keine Zwischenstecker erforderlich)

In Albanien hat es bereits mehrere Fälle von toten Vögeln, bei denen der Virus H5N1 nachgewiesen wurde, gegeben. Eine Infizierung von Menschen wurde bisher nicht gemeldet.

Sicherheit

Bei Reisen nach Albanien wird auf eine erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.

In ganz Albanien sind beträchtliche Mengen an Waffen und Munition im Umlauf. Im Grenzgebiet zum Kosovo sind noch zahlreiche Minen und „Blindgänger" vorhanden.
Vor Autoüberstellungen und Botendiensten wird ausdrücklich gewarnt.

Von Überlandfahrten in der Nacht wird auf Grund der zum Teil schlechten Straßenverhältnisse (fehlende Kanaldeckel, tiefe Schlaglöcher u.s.w.) abgeraten.

Das Interesse von Reisenden an Land und Leuten kann außerhalb der Touristengebiete an der Küste missverstanden werden und zu gefährlichen Situationen führen, weshalb Studien- und Kulturreisenden angeraten wird, kundige einheimische Reiseleiter beizuziehen.

Albanien liegt in einer seismisch aktiven Zone, Erdbeben kommen immer wieder vor.

Das Telefonieren in Albanien kann mitunter schwierig sein: Bei Mobiltelefonen kann es in ländlichen Gegenden zu Sendeausfällen bzw. zu Empfangsausfällen kommen; die telefonische Erreichbarkeit über das Festnetz ist mitunter aufgrund von Leitungsüberlastung ebenfalls nicht immer gegeben.

Es wird empfohlen, einen längeren Aufenthalt in Albanien der österreichischen Botschaft in Tirana bekannt zu geben und die Botschaft auch über die erfolgte Wiederausreise in Kenntnis zu setzen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

Einreise


Reisende dürfen sich ohne Visum bis zu 30 Tage im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Die Einreisegebühr beträgt EUR 10,00. Mit längeren Wartezeiten bei der Einreise über Land muss gerechnet werden. Es kann auch zu kurzfristigen Sperren von Grenzübergangsstellen ohne Vorankündigung kommen.


Einfuhr

Geldbeträge im Wert oder Gegenwert von mehr als ALL 1.000.000 sind bei der Einreise deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich, Dollar- bzw. Euro-Noten in kleinen Scheinen mitzunehmen. Geldwechsel ist problemlos möglich.

Die Mitnahme von Gegenständen für den persönlichen Gebrauch ist zollfrei; technische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden. Die Mitnahme von Waffen ist verboten.


Ausfuhr


Geldbeträge dürfen bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag ausgeführt werden. www.bmf.gv.at/zoll


Klima


In der Küstenebene mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern und feuchten, milden Wintern. Im gebirgigen Landesinnern kalte Winter und gemäßigte Sommertemperaturen.


Ratschläge


Im Winter empfiehlt sich aufgrund häufiger starker Regenfälle die Mitnahme von regenfester Kleidung. Bei mehrtägigen Reisen im Lande während der Wintermonate sollte bedacht werden, dass insbesondere außerhalb von Tirana die Unterkünfte im Regelfall nur in unzureichender Weise beheizbar sind. Ausgedehnte Stromabschaltungen tun hierzu ein Übriges.


Gesundheit

Die medizinische Versorgung ist durchgehend nur beschränkt gewährleistet. Bei ernsthaften Erkrankungen oder Verletzungen ist daher eine Evakuierung unerlässlich.

Wer auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte einen ausreichenden Vorrat derselben und einen Nachweis über die ärztliche Verschreibung mitnehmen.

Die sanitären und hygienischen Verhältnisse entsprechen nicht dem europäischen Standard. Krankenhäuser verfügen meist nur über veraltete oder schlecht gewartete Geräte, die Versorgung mit Medikamenten ist schlecht. Das Rettungswesen (Ambulanzen) ist nicht ausgebaut und daher unzulänglich. Für Touristen mit eigenem Verkehrsmittel wird vor Antritt der Reise nach Albanien ein Erste-Hilfe-Kurs empfohlen.

Aufgrund von unzureichenden bzw. fehlenden Kläranlagen im Bereich der Großstädte Durres und Vlora kann die schlechte Meerwasserqualität beim Baden zu Hautirritationen oder anderen gesundheitsbeeinträchtigenden Reaktionen führen.


Impfungen


Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Gelbfieberinfektionsgebiet. Das Institut für spezielle Prophylaxe und Tropenmedizin Wien (Tel. 403-83-43) empfiehlt als allgemeines Basisschutzprogramm für alle Reisende eine umfassende Schutzimpfung gegen Hepatitis A+B, Diphterie, Tetanus, Polio und Typhus.


Vorsicht


Aufgrund der mangelhaften sanitären und hygienischen Verhältnisse besteht beim Verzehr von Lebensmitteln ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Vom Essen in einfacheren Restaurants und an Straßenständen sowie vom Trinken von Leitungswasser oder mit Eiswürfeln gekühlten Getränken wird abgeraten. Obst, Gemüse und Salat sollten grundsätzlich nur geschält oder mit sauberem Wasser gewaschen gegessen werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.


Versicherung


Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.


Verkehr

Die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Eisenbahn, Autobusse, Sammeltaxis) ist mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. In den größeren Städten ist die Benutzung von Taxis von einigen Standplätzen aus möglich, in Tirana fahren auch Funktaxis. Mietwagen mit oder ohne Chauffeur sind in Tirana verfügbar.

Für einen im Ausland angemeldeten PKW mit weniger als 1+4 Sitzplätzen fallen täglich € 1,00, mit 6 bis 1+8 Sitzplätzen täglich € 4,00, mit mehr als 1+8 Sitzplätzen € 8,00/Tag Straßenbenützungsgebühr an.

Die Hauptstraßen im Land sind asphaltiert und teilweise schon renoviert. Nebenstraßen teilweise nur mit Allradantrieb befahrbar. Im Winter sind manche Verbindungen im Gebirge oft über längere Zeit nicht passierbar. Aufgrund der riskanten Fahrweise und der schlechten Straßen besteht insbesondere in der Nacht ein hohes Unfallrisiko. Heftige Regenfälle und nachfolgende Murenabgänge können auch renovierte und ausgebaute Straßen innerhalb kürzester Zeit unpassierbar machen.

Es gibt keine landesweit operierenden albanischen Automobil-Klubs und damit keine Partner für die entsprechenden österreichischen Organisationen. Keine gesicherten Informationen über benötigte Dokumente (empfohlen Zulassungsschein, internationaler Führerschein, Grüne Versicherungskarte).


Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges


1995 wurde Homosexualität in Albanien durch einen Palamentsbeschluß straffrei gestellt; die Möglichkeit einer zivilrechtlichen Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Personen existiert jedoch nicht. Auf Grund muslimischer und konservativer Traditionen werden Homosexuelle in der albanischen Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert. Ebenso sind sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit unerwünscht. Ein Einschreiten gegen das Zusammenleben unverheirateter Paare z.B. auch in Hotels ist nicht bekannt.

Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

Quelle: bmeia.gv.at
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