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Slowakisches Steuerrecht

Als im Jahre 1993 die damalige Tschechoslowakei (CSSR) in die zwei Nachfolgerepubliken zerfiel, wurde das damalige Steuersystem dem westeuropäischen Steuersystemen stark angepasst.

 

Derzeit gibt es nachstehende Steuerarten:

Die Einkommenssteuer und die Körperschaftssteuer sind in einem Gesetz geregelt und stellen neben der Mehrwertsteuer in der Slowakei die wichtigsten Steuerarten dar.

Im Jahre 2004 wurden die EU-Richtlinien (Fusionsrichtlinie, Mutter-Tochter-Richtlinie, Zinsen- Lizenzgebührenrichtlinie) in das slowakische Steuerrecht übernommen.

Selbstveranlagung

Für Klienten im deutschsprachigen Raum ist die Selbstveranlagung etwas Gegensätzliches zu dem bekannten Besteuerungsverfahren. Bei einer Selbstveranlagung hat der Steuerpflichtige seine Steuerschuld selbst zu berechnen, anzumelden und einzuzahlen, ohne dass das Finanzamt eine Veranlagung durchführt.

Für die Steuerfestsetzung gilt eine 5-jährige, für die Steuereinhebung eine 6-jährige Verjährungsfrist.

Wie auch im deutschsprachigen Raum gibt es auch in der Slowakei diverse Pflichten des Steuerpflichtigen:

Buchführungs-, Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht:
Alle Buchhaltungsunterlagen sind nach den Vorschriften zwischen 5 und 10 Jahren aufzubewahren, laut dem Gesetz mindestens jedoch in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Verjährungsfristen.

Registrierungs- und Anzeigepflichten:
Sämtliche Steuererklärungen bzw. Meldungen sind sofort innerhalb der Fristen abzugeben und der Unternehmer hat eine Verpflichtung zur Mitwirkung im Bereich von Steuerprüfungen.

Besteuerungszeitraum

Normalerweise wird als Besteuerungszeitraum ein Kalenderjahr betrachtet. Allerdings besteht seit dem 1.1.2004 auch die Möglichkeit einer unterjährigen Bilanz. Diese Umstellung bedarf allerdings der Zustimmung der Finanzbehörde.

Betriebsprüfungen

Wie in fast jedem Land hat die Finanzverwaltung auch in der Slowakei das Recht und die Möglichkeit Betriebsprüfungen durchzuführen. Aufgrund der derzeit geltenden Verjährungsfristen von 5 Jahren kann man damit rechnen, dass in diesem Zeitfenster eine Betriebsprüfung passieren wird.

Bei Länderübergreifender Thematik, wie eben bei Inanspruchnahme von Doppelbesteuerungsabkommen gilt eine Verjährungsfrist von 10 Jahren (§45 Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltung von Steuern und Gebühren 511/1992 Slg, i.d.g.F.)

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