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Steuerrecht in Frankreich

Das französische Steuersystem unterscheidet sich von unserem durch die größere Bedeutung der indirekten Steuern. Außerdem existiert eine Reihe von Einzelsteuern mit unterschiedlichen Einhebungsformen, die den Verwaltungsaufwand der Firma belasten.

Körperschaftssteuer

(Impôt sur les Sociétés)

Nicht nur Kapitalgesellschaften (SA, SAS, SARL), sondern auch die Kommanditisten einer französischen KG (SNC, SCS, SCA) unterliegen der Körperschaftssteuer. Sie wird von den Gewinnen vor Ausschüttung berechnet. Es gilt das Territorialitätsprinzip wonach Gesellschaften mit Sitz in Frankreich oder im Ausland, nur für den in Frankreich erzielten Gewinn der Körperschaftssteuer unterliegen. Des Weiteren gilt das Doppelbesteuerungsabkommen.

Der Basissatz der französischen Körperschaftssteuer beträgt im Jahr 2006 nach der Steuerreform vom Dezember 2000 nunmehr 33,33%, zuzüglich 1% Contribution Sociale sur les Bénéfices (+“Taxe juppé“ 2% 2005). Kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 7.630.000 EUR, die zu mindestens 75 % im Besitz von natürlichen Personen sind und deren Stammkapital voll eingezahlt ist, können seit dem Jahr 2002 bis zu 38.120 EUR ihres Gewinnes mit 15 % versteuern.

Für die Körperschafts- und Einkommenssteuer ist ein Vorauszahlungssystem vorgesehen, ¼- jährliche Vorauszahlungen basierend auf dem steuerpflichtigen Einkommen des Vorjahres werden jeweils am 15.März, Juni, September und Dezember fällig.
Unabhängig vom Jahresergebnis ist am 15. März jeden Jahres eine Mindestkörperschaftssteuer (Imposition forfaitaire annuelle des sociétés) abzuführen. Diese wird nach dem Umsatz berechnet und schwankt zwischen 1.300 EUR (bei einem Umsatz zwischen 400.000 und 750.000 EUR) und 110.000 EUR (bei einem Umsatz über 500 Mio. EUR). Die Mindeststeuer wird danach gegen die normale Körperschaftssteuer je nach den einzelnen Gewinnen innerhalb der 2 Folgejahre aufgerechnet. Bei mehreren aufeinander folgenden Verlustjahren wird sie dagegen definitiv.

Einkommenssteuer

(Impôt sur le revenu)

Ihr unterliegen natürliche Personen. Haben sie ihren Wohnsitz außerhalb Frankreichs, werden nur die französischen Einkünfte versteuert. Die Berechnung erfolgt nach einem Staffeltarif. Auf bestimmte Teile des Einkommens werden unterschiedliche Steuersätze angewandt, die Gesamtsteuer ergibt sich dann aus der Summe der Einzelbeträge. Für die einzelnen Tranchen ergeben sich folgende Steuersätze des Jahres 2007 für das Einkommen des jeweiligen Vorjahres(2006).

Für Steuerpflichtige mit Wohnsitz im Ausland beträgt der Mindeststeuersatz unter Vorbehalt gegebenenfalls anzuwendender Doppelbesteuerungsabkommen 25 %.

Einkommenssteuersätze
206
0bis5.614 EUR0 %
5.614bis11.198 EUR5,5 %
11.198bis24.872 EUR14 %
24.872bis66.679 EUR30 %
66.679EUR und mehr 40 %

Gewerbesteuer

(Taxe professionnelle)

Bemessungsgrundlage ist der Nutzwert der materiellen Betriebsmittel und setzt sich aus 2 Faktoren zusammen: dem steuerlichen Wert des Grundbesitzes und 16 % des Betriebsvermögens. Der so ermittelte Betrag bildet nach einem 16% Pauschalabzug die Bemessungsgrundlage, welche mit einem Hebesatz multipliziert wird, der je nach Gemeinde unterschiedlich ist. Neugegründete Unternehmen sind grundsätzlich im 1.Jahr ihrer Tätigkeit von der Gewerbesteuer befreit, ansonsten gibt es noch Erleichterungen für Forschungstätigkeiten und bestimmte Regionen Frankreichs. Übersteigt die Gewerbesteuer einen bestimmten Prozentsatz des erwirtschafteten Mehrwertes (valeur ajoutée), so kann eine Kürzung der Gewerbesteuer beantragt werden.

Mehrwertsteuer

(Taxe sur la valeur ajoutée)

Der Normalsatz beträgt seit 1.4.2000 19,6 %. Ihm unterliegen die meisten Lieferungen und Dienstleistungen. Der ermäßigte Satz von 5,5 % gilt für die meisten Lebensmittel (außer Süßwaren, Schokoladeerzeugnisse, pflanzliche Fette), unbearbeitete landwirtschaftliche Produkte und Fischereiprodukte, Gebrauchsgegenstände für die Landwirtschaft (wie Düngemittel und Tiernahrung), Kulturgegenstände, Hilfsmittel für behinderte Menschen, Druckereierzeugnisse, Personenbeförderung und Beherbergung, Übertragung von Urheber- und Autorenrechten (außer im EDV Bereich), Dienstleistungen von Presseagenturen, und für den Straßenverkauf im Gastronomiebereich, ebenso auch in gewissen Bereichen der Bauwirtschaft. Für Presseerzeugnisse, Medikamente, Lebendtiere und bestimmte Kulturveranstaltungen gibt es einen Ausnahmetarif von 2,1 %.

Mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen können die auf Rechnungen ausgewiesene Steuer auf Vorleistungen ebenso wie die für den innergemeinschaftlichen Erwerb erklärte Umsatzsteuer und die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer abziehen. Dieser Vorsteuerabzug kann sofort vorgenommen werden.
Vom Vorsteuerabzug ausgenommen sind Kosten der Personenbeförderung, der Beherbergung und der Bezug von Waren zur kostenlosen Abgabe.

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