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Gründung einer Zweigniederlassung in Slowenien

Das Gesetz über die Wirtschaftsgesellschaften unterscheidet ausländische Unternehmen mit Sitz in bzw. außerhalb der EU. Seit dem Beitritt Sloweniens zur EU können Unternehmen, die ihren Sitz in den EU-Staaten haben, in Slowenien entweder unmittelbar oder bei ständiger Geschäftstätigkeit über eine slowenische Niederlassung oder Tochterfirma tätig werden.

Eine Niederlassung tritt im Namen und auf Rechnung des ausländischen Unternehmens auf, wobei es die Firma des Mutterunternehmens und dessen Sitz verwenden muss, eine gewinnbringende Tätigkeit ausüben und als Importeur im Sinne des Zollgesetzes tätig werden darf. Auf allen schriftlichen Mitteilungen muss neben der Firma auch das Registergericht, die Eintragungsnummer und die Anzahl der dort registrierten Niederlassungen vermerkt sein. Für Verpflichtungen der Niederlassung in Slowenien haftet das ausländische Unternehmen mit seinem gesamten Vermögen!

Die Gründung einer Niederlassung in Slowenien ist einem ausländischen Unternehmen mit Sitz in der EU bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum ohne Wartefrist möglich, Unternehmen mit Sitz in Drittstaaten müssen bereits mindestens 2 Jahre im Firmenregister des Mutterstaates eingetragen sein. Die Gründung der Niederlassung muss beim örtlich zuständigen Registergericht eingetragen werden. Die Anmeldung wird durch den Vertreter der Firma beantragt und muss beinhalten:

  • Firma und Sitz der Niederlassung;
  • Tätigkeit und Geschäftsbereich der Niederlassung;
  • Name der Person, die die Niederlassung vertritt;

Zur Anmeldung sind folgende Dokumente im Original und in einer notariell beglaubigten Über-setzung in das Slowenische vorzulegen:

  • Auszug aus dem ausländischen Firmenregister, aus welchem der Geschäftsbereich und das Datum der Eintragung des Mutterunternehmens ersichtlich ist;
  • Beschluss des Verwaltungsorgans des Mutterunternehmens über die Gründung der Niederlassung;
  • notariell beglaubigte Abschrift des Gesellschaftsvertrages des Mutterunternehmens;
  • notariell beglaubigter Geschäftsbericht des letzten Geschäftsjahres des Mutterunternehmens in gekürzter Form;

Die Dokumente müssen im Original und in einer beglaubigten Übersetzung vorgelegt werden.
Der Leiter der Niederlassung muss weder slowenischer Staatsbürger sein noch seinen Wohnsitz in Slowenien haben.


Nach dem Eingang des Beschlusses über die Eintragung in das Firmenregister muss die Niederlassung bei der Agentur für öffentliche Register und Dienstleistungen (AJPES) mit Angabe des Unternehmensgegenstandes gemäß der slowenischen Standardklassifikation von Tätigkeiten angemeldet werden.

Anschließend muss ein Transaktionskonto bei einer für den Zahlungsverkehr bevollmächtigten Bank eröffnet werden. Für die Kontoeröffnung mittels schriftlichen Antrags werden benötigt:

  • Beschluss über die Eintragung der Niederlassung in das Firmenregister;
  • Benachrichtigung von AJPES über die Bestimmung der Tätigkeiten und Einordnung dieser Tätigkeiten gemäß der Standardklassifikation;
  • Unterschriftsmuster jener Personen, die bei Zahlungen unterschriftsberechtigt sind.

Die Rechtsform der Niederlassung wird nur selten von ausländischen Investoren gewählt, da sie steuerrechtlich keine Vorteile gegenüber einer Tochterunternehmung bietet, dafür jedoch das ausländische Unternehmen mit seinem Vermögen für die Verpflichtungen der Niederlassung voll haftet. Wenn die Jahresbilanz nach den Regeln der EU erstellt wurde, ist diese vorzulegen, ansonsten muss für die Niederlassung eine eigene Jahresbilanz erstellt werden. Nur in Fällen, wo sich der ausländische Investor die Aufbringung des Mindeststammkapitals bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ersparen will, wird die Form einer Niederlassung in Erwägung gezogen.

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